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Tauschhütte soll Kamener begeistern

                   

Givebox in der Eintrachstraße in Dortmund. Eine ähnliche Einrichtung ist in Kamen geplant

Foto: Klaus Hartmann

Giveboxen“ gibt es mittlerweile in fast allen deutschen Großstädten. Das Projekt ist denkbar einfach: Eine Hütte, etwas größer als eine Telefonzelle, wird an einem öffentlichen Ort aufgestellt. Und anstatt seine alten, noch funktionsfähigen Sachen einfach wegzuschmeißen, bringt man sie in in diese Box. Da kann sie dann jeder, der gerade vorbeischaut, wieder mitnehmen. Anziehsachen, Gesellschaftsspiele und Haushaltsgegenstände kommen so zusammen, „das meiste sogar originalverpackt“, weiß Bendig. Die Organisation erfolgt meistens über soziale Netzwerke.

„Eine super Idee“ hat sich auch der Kamener Oliver Loschek nach einem Beitrag im WDR gedacht - und sein Vorhaben sofort in der „Du bist ein Kamener...“-Facebookgruppe vorgestellt. „Die Resonanz war riesig“, erzählt der 40-Jährige. Auch die Stadt hat er schon kontaktiert, bis jetzt ohne Erfolg. Die Box einfach ohne Genehmigung bauen wie in Düsseldorf, wo  das Aufstellen von Giveboxen anarchistische Züge annimmt, möchte Loschek allerdings nicht. „Zumal das ist auch versicherungstechnisch schwierig ist“, gibt er zu bedenken. „Die optimale Lösung wäre auf dem Gelände einer Kirchengemeinde, leider hat sich auch da noch nichts ergeben.“ 

Auch die Givebox aus Dortmund steht auf einem solchen Areal, und wurde aus einer Gartenlaube zusammengezimmert. Der 1,20 mal 1,60 Meter große Raum bietet nicht nur Platz für ein Bücherregal und eine Kleiderstange, sondern auch für eine Pinnwand für größere Sachen. „Wir hatten auch schon Leute, die ganze Sofas abzugeben hatten“, erzählt der Dortmunder Betreiber.

Von derartigen Dimensionen ist die Kamener Give-Box noch weit entfernt. „Die Umsetzung ist das kleinste Übel, da haben wir zahlreiche Helfer“, meint Oliver Loschek. Erstmals gilt  es, die rund 200 Euro Materialkosten zu stemmen. „Da sind wir nach wie vor auf Unterstützung angewiesen.“

Simon Schaffhöfer

 

 
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Gib und Nimm

Heidemarie Schwermer, die seit 1996 ohne Geld lebt, hat eine eigene Website. dort könnt ihr über ihre Motivation und ihre Ideen mehr erfahren:http://projekte.free.de/gibundnimm/index.htm
oder einfach:http://www.heidemarieschwermer.com

 

 

gib &nimm
Aus dem Tauschprinzip heraus entwickelte sich die Idee von gib & nimm. Jeder gibt, was ihm Freude macht und erhält was er braucht. “Es geht nicht um einen berechnenden Tausch, sondern um einen Fluss von Ausgewog enheit.” so die Broschüre. Die bunten Sticker und die Texte über Wertewandel, weibliches Prinzip und spirituelle Einheit mögen etwas esoterisch anmuten, die praktischen Anwendungen und Tipps reihen sich aber in ein in eine Vielzahl von Initiativen und Ideen ein, die von vielen Menschen weltweit schon lange gelebt werden.

 

Egal ob Couchsurfing, Dumpstern, Kleidertauschpartys, Bookcrossing, Mikrokredite oder ähnliches, die westliche Gesellschaft schein an einem Punkt angelangt zu sein, an dem viele mit dem reinen Konsum nicht mehr zufrieden sind und wieder andere, sozialere und nachhaltigere Lebenswege suchen.

 

So wie zum Beispiel Dagmar Rauberger aus Klagenfurt. Die Mitstreiterin und derzeitige Gastgeberin von Heidemarie Schwermer hat in ihrem Haus immer Gäste. Die kommen und gehen, helfen im Haushalt, kochen, kaufen ein und können so, basierend auf gegenseitigem Einverständnis, bis zu zwei Monaten bei Dagmar wohnen. Sie lebt nicht ohne Geld, aber mit wenig Besitzt. Und das wichtigste in ihrem Haus ist die Tauschkiste, aus der sich jeder Gast nehmen kann was er braucht oder Dinge herschenken für die er keine Verwendung hat. Mit den “gib & nimm”-Stickern wollen die beiden erreichen, dass sich gleichgesinnte auf der Straße leichter finden können. Ob an der Haustür, am Koffer oder am Auto, & nimm

 

wer den Sticker sieht, weiß das er hier jemanden findet der bereit ist zu geben oder zu helfen.

 

 

 
 

Links zum Thema

heidemarieschwermer.com
Die Homepage der Lebenskünstlerin und Autorin

fruehling2012.servus.at
Linzer Initiative für eine ökologische, nachhaltige, chancengleiche und eine echte demokratische Zukunft!

gerngeschehen.at
Ein österreichisches Projekt für Nachbarschaftshilfe 2.0

fabrikanten.at/GutenMorgenSalon
Die Fabrikanten organisieren in unregelmäßigen Abständen Gespräche mit Personen aus Kunst, Philosophie und Gesellschaft.

Film


livingwithoutmoney.org

 
 

Deutsche Familie lebt prächtig – ohne Geld

Raphael Fellmer hat kein Konto. Sein Essen fischt er aus dem Müll. Um kostenlos wohnen zu können, hilft er bei Reparaturen. Ihm und seiner Familie geht es blendend.

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Foto: D.Butzmann/www.dbutzmann.de

"Wir fühlen uns reich": Raphael Fellmer, 28, mit seiner Freundin Nieves, 27, und der vier Monate alten Tochter Alma Lucia

Bio-Edamer aus einer Molkerei im Allgäu. Ein Glas Pesto, „das Gold Liguriens“, wie das Etikett verspricht. Ein Pfund gemahlener Hochlandkaffee aus Nicaragua, fair gehandelt. „Fair gehandelt und auf den Müll geschmissen, das ist doch dermaßen scheinheilig“, sagt Raphael Fellmer.

Die Lebensmittel sind seine Beute der vergangenen Nacht. Fellmer hat die Sachen aus den Containern dreier Biosupermärkte gefischt. Drei- bis viermal die Woche radelt er los, meist so gegen Mitternacht, ausgerüstet mit einer Kopftaschenlampe und einem großen Rucksack, „um Lebensmittel aus dem Müll zu retten“.

Fellmer ernährt sich ausschließlich mit Bioprodukten. Mitnehmen kann er nur einen Bruchteil der Dinge, die er in den Mülltonnen der „Bio-Company“ oder von Reformhäusern findet.

 

http://www.welt.de/politik/deutschland/article13816069/Diese-deutsche-Familie-lebt-praechtig-ohne-Geld.html

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